Wiederaufbau-Hochaltar-14.03.2018

Renovierung von St. Anna - eine unendliche Geschichte

Die Liste der Renovierungen zeigt, dass sich immer neue Baustellen aufgetan haben. Diese kosteten nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Denn im denkmalgeschützten St. Anna ist jede Maßnahme mit der Frage nach dem konkreten „Wie“ eine komplizierte Angelegenheit...

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Bank­ver­bin­dung: Kath. Pfarr­kir­chen­stif­tung Ering, IBAN DE 84 7406 1813 0247 2002 00

Vergelt’s Gott!

1989 bis 1991 Außen­re­no­vie­rung: 265.011,35 DM — Pfar­rei-Anteil 75.200,00 DM

1995 bis 2003 Innen­re­no­vie­rung I: 266.154,15 € — Pfar­rei-Anteil 93.153,95 €

2003 Dach­re­pa­ra­tur I: 21.977,29 € — Pfar­rei-Anteil 7.692,05 €

2005 Stein­sa­nie­rung: 75,924,80 € — Pfar­rei-Anteil 26.573,68 €

2009 — 2016 Not­maß­nah­me Siche­rung Hoch­al­tar: 23.208,36 € — Pfar­rei-Anteil 8.122,93 €

2017/18 Dach­re­pa­ra­tur II und Innen­re­no­vie­rung II

— Män­gel­be­sei­ti­gung im Dachstuhl

— Ver­fes­ti­gung des Bodens unter dem Hochaltar 

— Erstel­lung Sanierungskonzept

2019/20 Innen­re­no­vie­rung II — Fortsetzung

— lit­ur­gi­sche und tech­ni­sche Ausstattung

— Beicht­ort, Kir­chen­bän­ke und Holzarbeiten

— Restau­rie­rung der Altäre

War­um dau­ert das so lange?

Schild­patt-Imi­ta­ti­on — eine Ent­de­ckung und ihre Folgen

Bei der Innen­re­no­vie­rung ab 1995 wur­de im Jahr 2000 unter der oliv-brau­nen, 1862 auf­ge­tra­ge­nen Ölfar­be am Hoch­al­tar eine aus heu­ti­ger Sicht ein­ma­li­ge Bema­lung aus den Jah­ren 1683 und 1688 fest­ge­stellt — eine Schildpattimitation.

Schild­patt war im 17. und 18. Jahr­hun­dert als Ein­le­ge­ma­te­ri­al bei Kunst­wer­ken sehr beliebt und begehrt. Aus dem Pan­zer einer bestimm­ten Schild­krö­ten­art schnitt man dün­ne Scheib­chen und kleb­te sie auf Flä­chen oder Rah­men von klei­nen Kunst­wer­ken. In der Bre­chung des Lich­tes ergab sich ein schil­lern­der Anblick in den Far­ben Schwarz über Rot nach Gold. Die­sen Farb­ef­fekt ver­such­te der uns unbe­kann­te Maler in St. Anna in Far­be nachzuahmen. 

Damit stand die Restau­rie­rung des Hoch­al­ters wie der spä­ter ein­mal dazu ange­pass­ten Sei­ten­al­tä­re und der Kan­zel still. Was tun?, war die gro­ße Fra­ge. Eine Frei­le­gung wur­de auf 1,5 Mil­lio­nen € bezif­fert, was für die Pfar­rei antei­lig nicht zu stem­men war. Unab­hän­gig davon wur­de auch die Mei­nung ver­tre­ten, dass die Fas­sung aus dem 19. Jahr­hun­dert schüt­zens­wert sei. 

Im April 2019 fiel die Ent­schei­dung: Eine Frei­le­gung ist nicht nur aus Kos­ten­grün­den vom Tisch, son­dern auch um das jet­zi­ge Gesamt­en­sem­ble, das den Besu­cher sofort ein Gefühl von Hei­mat gibt, zu belas­sen. Dafür soll mehr Augen­merk gerich­tet wer­den auf eine stim­mi­ge lit­ur­gi­sche Aus­stat­tung. Dazu wird im Herbst ein Künst­ler­wett­be­werb durchgeführt.

Stel­le mein Haus wie­der her!”

Der Gekreuzigte zum hl. Franziskus