icons / 24px / close
Einstellungen erfolgreich gespeichert

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Mehr erfahren

PJPY2833

Was steckt hinter "MuM"?

Ein besonderer Versuch im Rahmen der neuen Gottesdienstordnung seit dem 1. Advent 2018 ist „MuM - Messe und Mehr“, die Idee, dass es um den Sonntagsgottesdienst herum Gemeinschaftliches, sowohl Hinführendes als auch Nachklingendes geben sollte.

An-Kommen

Gewährt jeder­zeit Gast­freund­schaft“, schreibt Pau­lus an die Römer (12,3). Das soll ein wenig grö­ßer geschrie­ben wer­den: sich mensch­lich zu tref­fen, bei einer Tas­se Tee oder Kaf­fee, oder in der Kir­che zur Ruhe zu kom­men bei Instrumentalmusik.

Ein-Stimmen

Als sie in die Stadt kamen, gin­gen sie in das Ober­ge­mach hin­auf“, heißt es nach der Him­mel­fahrt Jesu von den sich auf Pfings­ten vor­be­rei­ten­den Apos­teln (Apg 1,13). Gro­ße Ereig­nis­se wol­len vor­be­rei­tet sein. Für uns ist jede Eucha­ris­tie ein Groß­ereig­nis (vgl. Lk 2,15), und des­we­gen ist es durch­aus sinn­voll, nicht (immer) unver­mit­telt damit zu begin­nen, son­dern sich ein wenig ein­zu­stim­men: zum Bei­spiel mit Lob­preis zum Mit­sin­gen, einer ers­ten Begeg­nung mit den Schrift­tex­ten, einem Für­bit­ten-Tisch“, dem Auf­su­chen eines beson­de­ren Ortes in der Kir­che… Für die klei­nen Got­tes­dienst­be­su­cher wird es natür­lich beson­de­re Ange­bo­te geben.

Mess-Feiern: Pfarrgottesdienst

Höhe­punkt der Woche, des Sonn­ta­ges und somit frei­lich auch von MuM“ ist die Fei­er der Eucha­ris­tie. Sie soll so gestal­tet sein, dass wir erfah­ren dür­fen: Es ist der Herr“ (Joh 21,7), der uns begeg­net — er schenkt sich uns, und fei­ern wir Ihn. So soll der Höhe­punkt zugleich zur Quel­le wer­den, an der unser Glau­be, unser Leben neue Kraft erfährt. 

Das Kon­zil spricht von der bewuss­ten, täti­gen Teil­nah­me aller am got­tes­dienst­li­chen Gesche­hen als Schlüs­sel dafür, dass die hei­li­ge Mes­se uns in der Tat Höhe­punkt und Quel­le“ wird — dem soll vor allem eine gute musi­ka­li­sche Gestal­tung die­nen, die zum Mit­sin­gen ein­lädt, oder auch durch das Ein­ge­hen auf die jün­ge­ren Mit­fei­ern­den, zum Bei­spiel durch die Gestal­tung als Fami­li­en­got­tes­dienst oder eines par­al­lel statt­fin­den­den eige­nen Tei­les (“Kin­der­Kir­che”) an einem eige­nen Ort.

Nach-Klingen

Wenn das Te Deum gesun­gen wird, dann läu­ten die Glo­cken, und sie läu­ten nach… Die Freu­de soll wei­ter­klin­gen, das Gefei­er­te soll wei­ter­wir­ken, wie bei den Emma­us-Jün­gern, die es nach ihrer Ent­de­ckung“ zu den ande­ren treibt: Da erzähl­ten auch sie, was sie unter­wegs erlebt hat­ten…“ (Lk 24,35). Auf einen kur­zen Ratsch zusam­men­blei­ben, ein Wort aus der Lit­ur­gie mit­be­kom­men… oder auch die grö­ße­re Form des Nach-Betens“: das gemein­sa­me Mit­tag­essen wie beim Pfarrfest. 

Gene­rell soll dazu im Rah­men von MuM“ ein­ge­la­den wer­den. Natür­lich braucht dies ein wenig Vor­be­rei­tung und vor allem eine Ahnung, wie viel bestellt wer­den soll. Des­we­gen braucht dies eine ver­bind­li­che Anmel­dung, jeweils bis Don­ners­tag vor­her — ent­we­der per eMail an pfarrer.​ering@​gmail.​com, per Kurz­nach­richt an des Pfarrer’s Han­dy (0176/ 46014459) oder per Anruf in den Pfarr­äm­tern (08571/2571 oder 08573/ 482).

Nach dem Mit­tag­essen führt schließ­lich der Weg noch ein­mal zurück in die Kir­che zu einem kur­zen Gebet („Dank-Andächt­chen“).

Es ent­ste­hen Räu­me des Erpro­bens und Mög­lich­kei­ten pas­to­ra­ler Initiativen.”

Leitlinien zum pastoral-strukturellen Erneuerungsprozess des Bistums Passau